Auf diesem Blog erscheinen immer wieder Beiträge über bemalte Miniaturen, Kill Teams und die Welt von Warhammer 40.000. Für viele ist das komplettes Neuland - dieser Artikel soll einen kurzen Überblick geben, was das eigentlich ist.
Ein Tabletop-Strategiespiel
Warhammer 40.000 (kurz: WH40K) ist ein Tabletop-Strategiespiel, bei dem zwei Spieler mit Figuren aus Plastik auf einem Spieltisch gegeneinander antreten. Man bewegt seine Einheiten, würfelt für Angriffe und Aktionen, und versucht mit einer Mischung aus Strategie und etwas Glück den Gegner zu besiegen.
Kill Team ist eine abgespeckte Variante davon: Statt grosser Armeen spielt man mit kleinen Trupps von 6 bis 15 Figuren. Die Spiele sind schneller und taktisch intensiver - jede einzelne Figur zählt. Perfekt für einen Spieleabend zu zweit.
Seit den neueren Editionen gibt es auch einen kooperativen Modus: Statt gegeneinander spielen alle Spieler gemeinsam gegen vom Spiel gesteuerte Gegner - also “wir gegen die Bösen”. Gerade für Gruppen, die lieber zusammen als gegeneinander spielen, ist das eine tolle Alternative. Wir spielen meistens diesen Modus, auch da er sich besonders gut für mehr Spieler eignet.
Ein Universum der übertriebenen Düsternis
Die Welt von Warhammer 40.000 spielt in einer fernen Zukunft - im Jahr 40.000, genau. Und sie ist absichtlich übertrieben, düster und chaotisch. Die Menschheit kämpft an allen Fronten gleichzeitig: gegen Aliens, Dämonen, Roboter-Untote und sich selbst. Alles ist grösser, brutaler und hoffnungsloser als notwendig.
Das Universum ist dabei mit einem Augenzwinkern erschaffen worden. Es ist Satire auf militaristische Gesellschaften, religiösen Fanatismus und imperiale Überheblichkeit - verpackt in Science-Fiction mit Kettensägen-Schwertern und Weltraummarines. Die Fans nennen diese Ästhetik liebevoll Grimdark.
Es gibt neben der Science-Fiction-Linie auch eine Fantasy-Variante namens Warhammer Age of Sigmar - die Grundidee (Plastikfiguren, Würfel, Strategie) ist die gleiche.
Bemalen als eigenständiges Hobby
Was viele überrascht: Das eigentliche Spiel ist für viele Fans gar nicht das Wichtigste. Die Figuren kommen als graue Plastikteile und müssen zuerst zusammengebaut und dann bemalt werden.
Das Bemalen von Miniaturen ist ein Hobby für sich. Man arbeitet mit winzigen Pinseln, verdünnten Farben und Techniken wie Drybrushing, Washing oder Highlighting, um den Figuren Leben einzuhauchen. Eine einzelne Figur kann eine Stunde dauern - oder auch zehn, je nachdem wie viel Aufwand man investieren will.
Das Ergebnis ist eine handbemalte Sammlung von Miniaturen, die gleichzeitig Spielfiguren und kleine Kunstwerke sind.
Ich bemale hauptsächlich Kill Teams für Warhammer 40.000. Den fertigen Teams widme ich jeweils einen eigenen Blogbeitrag - dort findest du auch mehr Infos zur Fraktion, zum Spielstil und zur Entstehungsgeschichte des Teams.
Alle meine Beiträge zum Thema findest du in der Warhammer-Übersicht.



